Rein technisch oder chemisch gesprochen (bzw. geschrieben) ist Olivenöl nichts anderes als ein Pflanzelöl, welches aus einer Anzahl Fettsäuren besteht, die an Glycerin gebunden sind.
Die chemischen Namen, die in diesem Zusammenhang fallen, sind solche unromantischen wie Ölsäure, Linolsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure und Palmitoleinsäure.
Vielleicht sollte man dieses Hintergrundwissen aber besser verdrängen, und sich auf die Qualitäten des Olivenöls in Küche und Haushalt widmen...
Grundsätzliches
Jedes Olivenöl wird durch Pressung von Oliven gewonnen, womit auch schon ein Großteil der Gemeinsamkeiten geklärt ist.
Denn die Qualität der Rohstoffe, d.h. der Oliven, bestimmt zu einem gewichtigen Teil die Qualität des künftigen Öls, hier ist vor allem wichtig, dass möglichst fehlerfreie Oliven, d.h. ohne Schädlingsbefahl oder Krankenheiten, möglichst frisch mit möglichst wenig Fremdstoffen wie Blattwerk oder ähnlichem, verarbeitet werden.
Der andere Faktor, der hier eine Rolle spielt, ist das Pressverfahren und die Aufbereitung des Olivenöls.
Qualität
Wir wollen hier nur von Öl sprechen, welches während der ersten Pressung, ohne Erhitzen, hergestellt wird, denn auf diese Art und Weise gewinnt man kalt gepresstes "Natives Olivenöl Extra", welches die höchste der Qualitätsstufen darstellt und optimal für die Küche geeignet ist. Persönlich halte ich alle weiteren Qualitätsstufen wie auch schon "Natives Olivenöl" (ohne Extra), welches aus der zweiten Pressung stammt und schon einen Säuregehalt bis zu 2% aufweisen darf, für Tisch und Tafel nicht tauglich; weitere Details dazu lassen sich hier bei Wikipedia nachlesen...
Die hier auf diesen Seiten vorgestellten Olivenöle entsprechen selbstverständlich alle der besten Qualitätsstufe, "Natives Olivenöl Extra".
Lagerung / Haltbarkeit
Olivenöl, welches dunkel, kühl und unter Luftabschluss gelagert wird, hält sich einige Zeit ohne größere Qualitätseinbußen. Länger als maximal 2 Jahre nach der Ernte sollte man das Öl aber nicht mehr verwenden!
Ausflockungen bei kühl gelagertem Olivenöl ist übrigens völlig normal und kein Qualitätsmangel. Sobald sich das Olivenöl wieder auf Zimmertemperatur erwärmt hat, verschwinden diese Flocken, das Öl kann sowohl mit als auch ohne Flocken unmittelbar verwendet werden.
Auch angebrochene Öl-Gebinde (Flaschen, Kanister) sollten dunkel, kühl und unter Luftabschluss gelagert werden, was bei den üblichen Aufbewahrungsorten allerdings schwer fällt...
Genau hier kommt nun das "Bag in a Box"-Prinzip ins Spiel, d.h. Olivenöl im Schlauch, wie es auch bei Weinen angeboten wird, genaueres dazu gibt es auf unserer "Olivenöl in der Box"-Seite zu lesen, wo das "Bag in a Box"/"Olivenöl im Schlauch"-Prinzip mit all seinen Vorteilen vorgestellt wird...